Bildungsökosystem - #why

Bildungsökosystem Weser-Ems – auf dem Weg in eine digitale Zukunft!

Ausgangssituation

Das Projekt ManKom – Management von Kompetenzverschiebungen (Laufzeit 01.01.2019 bis 31.12.2020) untersucht gemeinsam mit Unternehmen aus der Region Weser-Ems, inwiefern sich im Kontext der digitalen Transformation die Bedarfe der Betriebe hinsichtlich Führung, Weiterbildung und Unternehmenskultur verändern und verändern müssen.

Als ein Ergebnis kann festgehalten werden, dass die Einbindung von KMU in ein Bildungsökosystem, von zentraler Bedeutung ist. Unternehmen in der Region müssen proaktiv begleitet werden und für den aktuellen und antizipierten Weiterbildungsbedarf frühzeitig passende Themen, Angebote und Formate kennen. Dieser Bedarf wird bislang von klassischen Bildungs- und Weiterbildungsstakeholdern zu wenig erkannt und bedient. #agiles Lernen.
Der digitale Strukturwandel bietet hier viele neue Möglichkeiten für neue Kommunikations- und Lernangebote und -räume und kann helfen, die Zukunft einer Wirtschaftsregion gemeinsam zu gestalten - #collectiveimpact
Die Herausforderungen globaler Veränderungen sind auf regionaler Ebene zu lösen und benötigen neue Partnerschaften und neue Wege der Zusammenarbeit.

Ansatz

Wir sprechen von einem Veränderungsprozess, der kein „Projekt“ mehr ist, da er kein absehbares Ende hat. Es ist ein Prozess, der zu einer dauerhaften Kulturveränderung, einer grundlegenden Veränderungseigenschaft führen muss #mindsetmatters. 
 
In diesem Projekt suchen wir nach den Voraussetzungen und Bedingungen unter denen eine Region ihre Gestaltungskraft entfalten kann. Ein Projekt, das wie eine Klammer Innovation und mindset verbindet, Bildung und Wirtschaft, Menschen und Technologie.
 
Im Kontext der digitalen Transformation wird gemeinhin von „Bildung“ gesprochen, wo Training gemeint ist. In diesem Projekt wird „Bildung“ ernst genommen, als Voraussetzung für sinnvolles Training und aktive Lebensgestaltung. Lernen ist somit mehr Ausdruck eines Gestaltungswunsches als der eines Anpassungsdrucks.
Denn Weiterbildung kann schwer verordnet werden, Lernen hängt mit Motivation zusammen, und man muss sich fragen, wie man bei unterschiedlichen Zielgruppen die Lust an (Weiter)Bildung weckt? Zudem in einer Welt, die reich an Ablenkungen ist...
 
Diese Fragestellung fokussiert zahlreiche Zielgruppen: 
 

  • Langjährige Mitarbeiter*innen, die in ihrem Job gut sind, aber nicht ahnen, dass ihr Job in Zukunft ganz anders aussehen wird...
  • Die Menschen, die sich vor 15 Jahren für einen ruhigen Arbeitsplatz im administrativen Bereich entschieden haben und sich heute in einem agilen IT-Unternehmen wiederfinden...
  • Die Menschen, die eher verhalten auf Herausforderungen reagieren
  • Mitarbeiter*innen, für die ein Flipchart schon Hokuspokus ist
  • Menschen, die in Schule, Ausbildung und Betrieb nur in Hierarchien gelernt und gearbeitet haben und die plötzlich selbstbestimmt arbeiten sollen
  • Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im gewerblich-technischen Bereich, die zwischen zwei Jobs und Familie kaum Zeit für Weiterbildung finden
  • Menschen, die aufgrund ihres Migrationshintergrundes oder ihres Sprachstands weiter weg von Bildungsangeboten sind und vielleicht ganz andere Herausforderungen haben
  • Führungskräfte, die im Kontext Digitalisierung mit ganz neuen Fragestellungen konfrontiert sind...
  • Auszubildende und Studierende, deren „Lehrbücher“ youtube heißen…
  • Lehrende in allen Bildungsreinrichtungen, die digitale Tools und agile Methoden vermeiden.
  • Unternehmen, die neue Geschäftsmodelle entwickeln müssen
  • "Ältere" Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die sich mit digitalen Technologien vielleicht gar nicht so schwer tun, wie man immer denkt…
  • …und Menschen, die ihre Chance wahrnehmen wollen, einmal etwas ganz anderes zu machen


 
Frage: Wie kann es gelingen, unter diesen Bedingungen unter der Perspektive Bildung die Region Ostfriesland als wirtschafts- und innovationsstarken Standort mit einer hohen Lebensqualität weiterzuentwickeln für Unternehmen und Menschen mit hohen Standards? #why #smartregion

Diese Frage diskutieren wir gemeinsam mit den Akteuren der Region und tragen damit zu einem gemeinsamen und abgestimmten Verständnis über (Weiter-)Bildung in der digitalen Transformation bei. Dabei verstehen wir Weiterbildung in einem sehr weiten Sinn als alles, was hilft, „damit die Arbeit die Menschen stärkt“ #how

Formate (#what)
 
Im Laufe des Projektes werden verschiedene Veranstaltungsformate erprobt und durchgeführt. Die Veranstaltungen müssen entsprechend der verfügbaren finanziellen Mittel gestaltet werden. Für die Veranstaltungsräume werden Partner aus der regionalen Bildungslandschaft gefunden. Die Formate werden im Projektverlauf gemeinsam mit den Akteuren entwickelt.
 
Vorstellbar sind Formate wie:
 

  • ein Corporate learning barcamp, das als partizipatives Format die Grundlage für eine abgestimmte Strategie und weiterführende Maßnahmen bildet.
  • Corporate learning communities
  • Vernetzungsworkshops
  • Runde Tische

 
Ziel
 

  • Sensibilisierung (für die Weiterbildungs- und Anpassungsbedarfe im Kontext digitale Transformation)
  • Das Bildungsökosystem wird sichtbar, Bildungslandkarte
  • gemeinsam den Bedarf analysieren und Impulse für neue Bildungs- und Weiterbildungsprogramme geben
  • Eine Plattform schaffen, die sich nicht als zusätzliches Element, sondern als Vernetzungs- und Koordinierungspunkt versteht
  • Gemeinsames Verständnis über nötige Schritte
  • Austausch über regionale Aspekte der Digitalisierung
  • Bessere Kenntnis des Bedarfs der Unternehmen



Leitfragen: 

  • Wie ist der Fachkräftebedarf 2030?
  • Welche Akteure der beruflichen Weiterbildung gibt es?
  • Welche Qualifikationen sind gefragt?
  • Gehört Lernen an die Universität?
  • Wo ist der Platz an dem Unternehmen lernen, forschen und entwickeln können?
  • Wo „lernt“ man Future skills?
  • Was macht Ostfriesland einzigartig?
  • Welchen Weiterbildungsbedarf gibt es in der Region?
  • Welche Rolle spielt die Erwachsenenbildung?
  • Muss Lernen weh tun?



In einem ersten Ansatz haben sich vernetzt:
 

  • Zukunft Emden GmbH (Innovation factory, Start-up Zentrum, Industrie- und Gewerbecampus, The HUB)
  • Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft gemeinnützige GmbH
  • Emden Digital GmbH
  • Zentrum für Weiterbildung der Hochschule Emden/Leer

...die Zukunft fängt hier an!